Bauern hungern wegen EU-Sanktionen

Horror-Meldung im ORF: Die österreichischen Bauern leiden Hunger, Bitternis und Armut, weil die Russen ihr Gemüse nicht mehr kaufen wollen. Fragen sich die Zuschauer eigentlich, was österreichisches Gemüse 2000 Kilometer von Österreich entfernt zu suchen hat? Die Bauern, die ich kenne, jammern schon, wenn sie 20 km am Markt fahren müssen und ihre Ware bis dahin verfault. Wie rechnet es sich also, Gemüse in einem Kühltransporter 2000 km weit nach Moskau und noch weiter zu karren? Das kann nur durch eine ganz legale EU-Masche funktionieren, die es ermöglicht, dass der Speditionstransport einer österreichischen Gurke mit Kühl-LKW über 2000 Kilometer mehr Einnahmen bringt, als sie in einem österreichischen Markt/Supermarkt zu verkaufen. Das lässt folgern, dass der Export von Gemüse von der EU subventioniert wird und steuerfrei bleibt, während der Verkauf auf dem Heimatmarkt besteuert wird, ohne dass man dafür vom Staat etwas bekommt. Wie kann man es anders erklären, dass nur die obersten zehn Prozent der Österreicher zu österreichischer Milch, österreichischem Käse und österreichischem Gemüse kommen und die österreichischen „Unterschichten“ importierte Milchprodukte aus Deutschland und holländische Gurken zu Fressen kriegen?

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Über ruthwitt

Politikwissenschafterin.
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