Die Frau „Doktor“

Als Resident Piefke hat man es in Österreich nicht leicht. Letztens höre ich, wie eine von den geistig minder bemittelten aufgedonnerten Tratschweibern im Dorf von allen als „Frau Doktor“ angeredet wird. Dann stellt sich mir auch noch eine „Frau Doktor“ vor. Mir kommen sie beide vom Intellekt her eher nicht wie Menschen vor, die jemals eine medizinische Universität von innen gesehen hätten- allerdings habe ich auch gehört, dass das Hochschulniveau in Österreich dem deutschen „etwas“ unterlegen sein soll. Dann erfahre ich, dass diese sich leicht selbst überschätzenden Weiber allesamt am Standesamt promoviert worden sind, indem sie einen Herrn Doktor geheiratet haben und sich mit seinem Titel einfach schmücken wie mit Pfauenfedern. Ich als bekennender Piefkeneser kann mit einer in Österreich üblichen Promotion am Standesamt wirklich nichts anfangen und kann mich nur wundern, dass sich die Leute nicht genieren, diese Weiber als „Frau Doktor“ zu bezeichnen! Aber ich lerne schnell, dass man in Österreich bald geächtet wird, wenn man sich über die Frau Doktor und ihren „Titel“ lustig macht- immerhin hat sie keine Zeit und Mühe gescheut, sich diesen Herrn Doktor anzulachen und ihn anzuheiraten und das muss gebührend gewürdigt werden! Und so sage ich ab heute auch: Guten Morgen, Frau „Doktor“!

Über ruthwitt

Politikwissenschafterin.
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