Abschied in großer Trauer?

Scheinbar ganz Österreich und die halbe Welt versammeln sich im und um den Dom herum auf den Straßen, um Abschied von einem großen Helden Österreichs zu nehmen. Von einem Idol, das viel für Österreich geleistet habe. Die Menschen sind stolz und gleichzeitig traurig. Alle- bis auf einige Skeptiker. Diese unglaublichen Szenen hinter den Absperrungen beim Stephansdom und das ganze Theater innendrin mit Requiem und 300 Ehrengästen wären ja noch nachvollziehbar, wenn es die Beisetzung von Falco oder einem klassischen Komponisten wäre. Die haben ja für uns nachhaltige Kunstwerke geschaffen. Aber einer, der, in reichlich Reichtum hineingeboren, wie alle Freunde, die ihm da huldigen, aus Langeweile in einem teuren Auto im Kreis gefahren ist, um sich die Zeit zu vertreiben, ist ein fragwürdiger Held. Wäre ein Held Österreichs nicht eher zum Beispiel ein Absolvent der Landesverteidigungsakademie, der sich für Friedenssicherung in Krisengebieten aktiv einsetzt? Oder jemand, der ungeregelte Flüchtlingsströme nach Österreich und die damit verbundene Großkriminalität durch echte Problemlösungen überall da unten zumindest einzubremsen versucht? Jemand, der aufrichtige Integration in ein liberaldemokratisches politisches und gesellschaftliches System bei denjenigen fördert, die diese Vokabeln nicht einmal aussprechen können? Ein Typ mit viel Geld ist gestorben. Punkt.

Über ruthwitt

Politikwissenschafterin.
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