Konsumentengeschichten

Knorr „Kartoffelsuppe“: Ein bißchen Schwein muss sein!

Wenn Leute bei mir etwas zu Essen dalassen, werfe ich es nicht gern weg. Lebensmittel in den Mist zu hauen halte ich moralphilosophisch gesehen für eine Sünde, da mir klar ist, dass auf der anderen Seite der Erde Leute gar nichts zu essen haben. Als es mir während einer Erkältung nicht so besonders ging, dachte ich- ich esse Mal die Tütchensuppe. Die ist schnell gemacht und wärmen tut sie auch. Als ich die Verpackung in den Händen hielt und auf die Zutatenliste schaute, war ich nicht besonders überrascht, alle Zutaten aus der Lebensmittelchemie wiederzufinden wie Palmöl, Hefeextrakt, Zucker, Milcheiweiß, Dextrose, Aromen und Vitaminzusätze. Nein, geärgert habe ich mich über Zutaten, die man in einer Kartoffelsuppe mit Croutons, wie sie auch auf der Packung abgebildet ist, nicht erwartet: Schweinespeck und Speckfett. Überall müssen sie Stücke und Reste von getöteten Schweinen hereinhauen, damit eine normal vegetarische Suppe zu einer Fleischreste-Mogelpackung wird! Ich frage mich, warum es legal ist, so eine Suppe als Kartoffel-Cremesuppe mit Knusper-Croutons zu betiteln und darzustellen, so, dass der Käufer glaubt, es sei eine fleischfreie Suppe? Die EU scheint nicht an Transparenz für den Kunden interessiert zu sein, sondern an der Förderung milliardenschwerer Lebensmittelkonzerne!

„Bitte sagen Sie uns Ihre Meinung“

Der Billa fragt mich nach meiner Meinung. Ich soll mich da online wo anmelden und dann kann ich angeblich- aber natürlich nur mit viel Glück, das ich nicht habe- etwas gewinnen. Ich soll sagen, wie zufrieden ich mit der Filiale bin. Ich lasse „die Filiale“ jetzt Mal anonym. Die Azubis, die dort die Regale einräumen, sind aus dem Universum Phlegma und jedes Mal, wenn ich dort bin, frage ich mich, was diese Regaleinräumer(innen) dort machen, denn ihre Aufgabe machen sie definitiv nicht: Ausgelaufene Getränke, zerbeulte Dosen, wohin das Auge reicht, Dreck und Produkte, die seit Monaten abgelaufen sind und seelenruhig ihr vergessenes Dasein im Regal fristen. Wo in anderen Discountern Ware reduziert wird, bevor sie abläuft, ist beim Billa horten angesagt und das überkompetente Billa-Personal soll bloß nicht aus der Ruhe kommen!

 

Sauerkrautsaft vom Billa: Ende Oktober gekauft, Mitte Juli abgelaufen! Gar nicht zu reden davon, dass solche Produkte nach Kauf noch Monate haltbar sein sollten.

Rubbeln und gewinnen?

 

Der „Gewinner“ sei gewarnt: Nix gibt es da, ohne dass man denen seine persönlichen Daten herschenkt und daraufhin die in den Niederlanden ansässige Firma mit den Daten zu Marketingzwecken machen kann, was sie will! Welche Firma schenkt denn einfach so dem Kunden etwas her? So einfältig kann doch niemand sein und glauben, der „Pagro“ hätte etwas zu verschenken? Und hat man sich einmal zum Gewinnspiel „angemeldet“, werden die persönlichen Daten herumverteilt und der Briefkasten platzt vor lauter Werbesegen!

Lieber „Eurospar“, ich will mein Salz!

 

Da hat die Kassiererin einem wieder Mal Gutscheine in die Hand gedrückt. Kaum zu glauben, aber ich soll doch tatsächlich eine Packung Salz für umsonst bekommen. Daneben ein sogenannter Gutschein für die Teilnahme an einem Gewinnspiel. Aber das Salz, das will ich haben. Da habe ich die Rechnung natürlich ohne „Spar“ gemacht. Ich besuche während des Einlösezeitraums mehrere Male den „Eurospar“- und finde im Regal nie das Salz! Es ist weg! Oder nie da gewesen? Ich bin so wütend, dass sie mich mit solchen vorgetäuschten Gewinnen in den Laden locken, vorsorglich das Salz entfernen und mich so zum Kauf von anderen Sachen bringen wollen! Aber ich habe ja noch das Gewinnspiel: Ich soll meine persönlichen Daten einer Datenkeilerfirma herschenken in dem infantilen Glauben, hier hätte jemand etwas zu verschenken und will nicht etwa, dass ich den Datenschutz vergesse und mich wie eine geile Hure an einen Gustobuben für umsonst verkaufe!

Sticka someln?

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Eine der häufigsten Fragen, die uns gestellt wird und die wir gar nicht gestellt bekommen wollen. Antwortet jemand da wirklich mit ja? Wer sammelt Sticker? Und warum werden Kinder verblödet, indem sie mit Klebstoff beschmiertes Papier, das in einem Papierumschlag steckt und wofür unnötig Holz vernichtet wird und Chemikalien verwendet werden, für etwas Gutes halten? Ich persönlich will ohnehin keine blöden Fragen gestellt bekommen, wenn ich gerade bei so etwas Wichtigem wie Bezahlen und Einräumen bin- es ist, als wollte mich die Kassiererin absichtlich von etwas ablenken mit dieser monoton gestellten unnötigen Frage über etwas, das mich nicht betrifft!

„Gutschein Fotoalben“

Libro gibt mir minus 25% Rabatt auf alle lagernden Fotoalben. Nicht, dass ich oft zum Libro gehen würde, denn in Zeiten von Discountern und Internet ist auch „Libro“ Schnee von gestern und sein Angebot überteuert. Lagernd haben die wie der Scheinkonkurrent „Pagro“ alles, was veraltet ist und was man nicht braucht: Fotoalben zum Beispiel. Wenn ich was will, auch wenn es ein Fotoalbum ist, habe ich im Internet eine reiche Auswahl an Sachen, die mir auch wirklich gefallen- den überteuerten „lagernden“ Ramsch von Libro, den ich dann angeblich „günstiger“ erwerbe, weil die Ladenhüter eh keiner will, braucht niemand, auch wenn sie es um 100% „günstiger“ hergeben würden. Sollen sie selbst ihre „lagernden“ Fotoalben befüllen!

A1 hat uns alle lieb und dafür müssen wir brennen!

 

Wenn A1 etwas von uns will, dann sind wir immer „die Lieben“. Da heißt es „Lieber Herr“ und „Liebe Frau“. Anders, wenn wir etwas von A1 wollen: Die Gewährleistung der DSL-Verbindung, für die wir immer mehr und mehr bezahlen, zum Beispiel. Da sind wir dann aber auch noch lieb, denn sie wollen uns, wenn der Router nicht mehr funzt, einen neuen Knebelvertrag mit einem „viel besseren und schnelleren, störungs- und ruckelfreien Internet“ einreden- als wenn wir mit dem DSL-Internetvertrag das nicht jetzt schon haben müssten! Nicht nur, dass A1 bei seiner Werbung den Kunden immer und ohne Sanktionen seitens Verbraucherzentralen täuscht, da es irgendwelche Tarife ohne Mehrwertsteuer angibt und damit dreist den Kunden anlügt, da er ja am Ende viel mehr bezahlt- die 6,90 Euro im Monat sind ja auch nur in Verbindung mit einem Vertrag über „Glasfaser Power“ oder „Hybrid Power“ enthalten, was am Ende dann natürlich mehr kostet als der aktuelle Vertrag, denn Gratis gibt es auf dieser Welt gar nichts und es scheinen genug Idioten ihre aktuelle DSL-Verbindung nicht zu bemängeln und schließen neue teure Knebelverträge ab!

Der Eurospar-Gutschein

Sie kennen das: Beim Einkaufen bekommt man an der Kassa immer angebliche Gutscheine ausgedruckt, die einen auffordern, an Gewinnspielen teilzunehmen. So soll ich bei Spar „Natur pur“ Bioprodukte kaufen und einen Urlaub in Kitzbühel gewinnen. Na ja. Wenn ich Lust hätte, einen Haufen Selbstdarsteller, C-Promis und „reiche Russen“ der letzten Kategorie zu sehen, dann müsste ich nicht unbedingt dorthin, wo es kalt ist. Und ich will auch gar keine Natur-pur-Bioprodukte von Spar kaufen, denn wie natürlich sind diese in Papier und Folie verpackten Sachen?  Ist „Natur pur“ nicht, wenn man sich die Verpackung gänzlich spart? Warum werden gerade die Bio-Sachen in Verpackungen gequetscht und in Folien geschweißt? Da vergeht mir ja der Gusto auf das Zeug, denn wenn etwas wirklich Qualität hat, muss es doch nicht in bunte Verpackungen und Folien getan werden, um es besser aussehen zu lassen, als es ist!

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Billa vs Pagro: Die Ladenhüter-Gutscheine

Ein Teil der Umweltverschmutzung würde vermieden werden, wenn die Geschäfte den Einkäufern nicht ständig zusammen mit dem Kassenbon nutzlose Ladenhüter-Gutscheine austeilen würden. Beim „Pagro“- dem angeblich sehr günstigen Schreibwarenladen, in dem auch lauter Haushalts-Nippes angeboten wird, habe ich die Auswahl zwischen mehreren „Vorteilen“: Minus 25% „auf lagernde Schwimmhilfen“, Minus 15% „auf lagernde Servietten“, sowie  Minus 15% auf „lagernde Einkochgläser und Einkochflaschen“. Ich weiß gar nicht, was ich mit solchen Gutscheinen soll? Schwimmhilfen? Einkochflaschen? Servietten, um die Erde mit noch mehr giftig produziertem Papier zuzumüllen? Und wenn Pagro das Wort „lagernde“ benutzt, habe ich den Verdacht, dass da nicht einmal mehr unter den Ladenhütern irgend etwas „lagert“, das man noch gebrauchen könnte. Ich finde, das Wort „Gutschein“ wird oft überstrapaziert, denn ein Gutschein wäre in meinen Augen eine Ermäßigung für etwas, das für mich nützlich ist, wie zum Beispiel Schreibgeräte, Tintenpatronen oder Briefumschläge. Stattdessen wollen sie mich scheinbar mit Schwimmhilfen und Einkochgläsern aus dem Laden vertreiben. Auch der „Billa“ geizt nicht mit konsumdismorphen Gutscheinen: Zum Beispiel „Minus 25% auf Traubenzucker“. Wer löst so etwas ein? Jemand, der Diabetes und ADHS bekommen will, sich lebenslang mit Maiszucker eindecken will und ADHS und Zuckerkrankheit auch bei seinen Kindern züchten will?

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