Konsumentengeschichten

Billa vs Pagro: Die Ladenhüter-Gutscheine

Ein Teil der Umweltverschmutzung würde vermieden werden, wenn die Geschäfte den Einkäufern nicht ständig zusammen mit dem Kassenbon nutzlose Ladenhüter-Gutscheine austeilen würden. Beim „Pagro“- dem angeblich sehr günstigen Schreibwarenladen, in dem auch lauter Haushalts-Nippes angeboten wird, habe ich die Auswahl zwischen mehreren „Vorteilen“: Minus 25% „auf lagernde Schwimmhilfen“, Minus 15% „auf lagernde Servietten“, sowie  Minus 15% auf „lagernde Einkochgläser und Einkochflaschen“. Ich weiß gar nicht, was ich mit solchen Gutscheinen soll? Schwimmhilfen? Einkochflaschen? Servietten, um die Erde mit noch mehr giftig produziertem Papier zuzumüllen? Und wenn Pagro das Wort „lagernde“ benutzt, habe ich den Verdacht, dass da nicht einmal mehr unter den Ladenhütern irgend etwas „lagert“, das man noch gebrauchen könnte. Ich finde, das Wort „Gutschein“ wird oft überstrapaziert, denn ein Gutschein wäre in meinen Augen eine Ermäßigung für etwas, das für mich nützlich ist, wie zum Beispiel Schreibgeräte, Tintenpatronen oder Briefumschläge. Stattdessen wollen sie mich scheinbar mit Schwimmhilfen und Einkochgläsern aus dem Laden vertreiben. Auch der „Billa“ geizt nicht mit konsumdismorphen Gutscheinen: Zum Beispiel „Minus 25% auf Traubenzucker“. Wer löst so etwas ein? Jemand, der Diabetes und ADHS bekommen will, sich lebenslang mit Maiszucker eindecken will und ADHS und Zuckerkrankheit auch bei seinen Kindern züchten will?

Advertisements