Sebastian Kurz und die neue Volkspartei

Da sich Herr Sebastian Kurz im Wahlkampf als Strache II neu erfunden hat und sich mit Sprüchen wie „Durch eine unkontrollierte Zuwanderung ins Sozialsystem sind unsere sozialen Netze überfordert“ oder „…aus diesem Grund haben wir uns bei der Schließung der Westbalkanroute für Österreich eingesetzt und dies- gegen teils massiven Gegenwind- durchgesetzt“ als Retter in und nicht etwa Verursacher der Krise darstellt, ist Österreich nun gespannt auf die Taten von Bundeskanzler Kurz, die den Worten folgen sollen. Denn dass es wieder möglich sein solle, „Wahrheiten auszusprechen“, ist eher weniger das Problem. Für diese „Wahrheiten“ war und ist immer noch die FPÖ zuständig. Aber schafft die Kurz-ÖVP, die sich vielleicht in Anspielung auf die türkischstämmigen Wähler, die ohne ein Wort deutsch zu können per Briefwahl für „Türkis“ abgestimmt haben, als türkis bezeichnet, „eine neue Gerechtigkeit“? Und zwar nicht kostenfreie Sozialleistungen für alle, sondern nur für die, „die ein Leben lang hart gearbeitet und eingezahlt haben“? Was für „klare Verhältnisse“ sind es, von denen der türkise Herr Sebastian Kurz in der Wahlwerbung sprach, die angeblich wieder „ordentliche Arbeit für Österreich ermöglichen“? Wohlgemerkt nicht ordentliche Arbeit für Österreicher oder in Österreich, also fairer Lohn für faire Arbeit etwa, sondern „ordentliche Arbeit für Österreich“, was nur bedeutet: Die illegale Dauerimmigration aus dem Orient und der Ausverkauf der Arbeitsmarktprotektion im Namen einer globalisierten monströsen Wirtschaft ist auch dank der Wirtschaftspartei ÖVP eine nie endende „Arbeit für Österreich“!

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Gutschein für Schmarrn

Letztens bekomme ich beim Billa einen Gutschein ausgedruckt: Minus 25% auf Käse, Antipasti und Oliven. Na ja, geht ja noch- immerhin ist Käse dabei. Aber halt: In ganz kleinen Buchstaben steht darunter „der Marken Billa und Billa Corso“. Ist ja schon ein wenig ausgefallen, die Kombination. Denn jetzt müsste ich durch den ganzen Billa rennen, um Antipasti- wer weiß, wo die überhaupt stehen, Oliven derselben Marken und Käse zu suchen. Ziel ist es wohl, den Kunden zu den anderen überteuerten Sachen vor allem von „Billa Corso“ zu locken. Bei der Marketingabteilung für Corso hat man echt viel Phantasie, was die Kunst angeht, Produkte, die nichts Besonderes sind oder sogar schlecht genießbar bis ungenießbar, als etwas ganz Exklusives darzustellen. Irgendwelche Süßwaren mit phantasievollen Namen wie „Wiener Törtchen“, die ungenießbar sind, Antipasti, die den Namen nicht verdienen und Sachen, die irgendwie exotisch aussehen sollen, um sie preislich zu optimieren- also den Preis nach oben zu schrauben, so dass man sich als Kunde besonders beschenkt fühlt, wenn man einen der Ladenhüter reduziert bekommt. Ich verstehe gar nicht, was dieses „Corso“ soll? Denn die Zusammenstellung der Produktpalette ist ja total beliebig- von überall her und nichts Aussagekräftiges oder Besonderes und schon gar nicht typisch Korsisches! Es soll beim Kunden aber wohl die Sehnsucht nach dem Süden wecken- er soll sich irgendwie „korsisch“ fühlen, obwohl er das ja eigentlich gar nicht den Produkten, die von „Corso“ angeboten werden, zuordnen kann. „Corso“ hat wohl so einen südlichen Touch, dass man unter dem Namen alles anbieten kann- Käse aus Österreich, „Wiener Törtchen“, Antipasti, Sachen aus Südasien. Irgendwie ist das ja alles „Corso“, oder?

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„Ich bin a Kika“

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Wir kennen mittlerweile alle die nervige Werbung des Möbelhauses „KIKA“, in denen Fußballer mit dem sehr originellen Slogan werben, „a Kika“ zu sein. Bei den halbwegs denkenden Menschen kommt die Frage auf, inwiefern der Kunde einen Fußballer mit Möbeln in Verbindung setzen soll? Oder ist die Botschaft, dass man sich so fühlen wird, wie der Fußballer, wenn man in dem Möbelhaus einkauft? Ich persönlich halte das Meiste in dem KIKA-Laden für überteuerten Ramsch- deswegen können die sich wahrscheinlich auch leisten, so teure Werber wie Profi-Fußballer zu engagieren. Aber egal. Die Glotze muss man ja nicht schauen und Radio nicht hören- zwingt mich ja keiner dazu. Ganz anders schaut es beim Käseblatt „Meine Woche“ aus, das den Leuten in einem Paket aus Werbung jede Woche vor die Haustür geschmissen wird. Der Steuerzahler finanziert diesen Werbe-Ramsch mit, ohne es zu wissen und dafür wird man mit Tonnenweise Altpapier zugemüllt. Der Alaba grinst mich aus einem Dutzend KIKA-Werbeprospekten an- er ist eben „a Kika“. Ich werde jetzt auch „a Kika“ und kicke diesen „Meine Woche“-Werbemüll der sogenannten Redaktion, die in meinen Augen nur eine getarnte Keiler-Firma ist, vor die Haustür, denn mich interessiert es herzlich wenig, wer alles „a Kika“ ist und ich bin auch nicht dran interessiert, den „Meine Woche“-Werbemüll ständig zu meinen Unkosten entsorgen zu müssen!

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Was ist eigentlich mit der Lidl-Webseite los?

Viele Österreicher machen sich Gedanken: Über die neue Bundesregierung zum Beispiel. Oder über das Wetter. Ich hingegen zerbreche mir über viel Profaneres den Kopf: Vor einiger Zeit gehe ich auf die Lidl-Website und stelle mit Entsetzen fest, dass sie das Design der Website geändert haben. Was früher übersichtlich und ansprechend war, ist jetzt ein augenschmerzendes Durcheinander, das kein Programmierer aus diesem Jahrhundert gemacht haben kann. Offensichtlich lohnt sich Lidl nicht mehr für die guten Programmierer und sie haben entschieden, den Kunden mit einer abschreckenden Webseitengestaltung zu vergraulen. Vielleicht haben sie das Webdesign nach Nordkorea outgesourct? Oder Afghanistan? Vielleicht will Lidl gar nicht, dass die Kunden sich die Warenangebote anschauen oder dass dem Kunden die Website gefällt? Denn ein Laden, der alles anbietet, was angeblich billig ist, muss auch auf der Webseite billig herüberkommen, oder?

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Michelle vs Christina Stürmer

Beim Hinhören von Radio Niederösterreich bzw. Radio Oberösterreich habe ich mich letztens gefragt, welche sogenannte Sängerin unerträglicher ist: Michelle oder Christina Stürmer? Ich war nämlich überzeugt: Schlimmer als Stürmer geht nimmer- da muss ich mir immer die Ohren zuhalten. Und da kommt auf einmal die schon pensioniert geglaubte Michelle mit ihrem neuen Album und nach Jahren der Ruhe zerreißt diese Kreischerin wieder die Trommelfelle und erzeugt Kopf- und Zahnschmerzen der dritten Art! Jedes Mal, wenn ich diese Michelle höre, muss ich an den Bohrer eines Zahnarztes denken: Das Geräusch, bevor es mit diesem Foltergerät in den Mund geht! Ich frage mich, nach welchen Maßstäben man so einen mißglückten Artisten als Sänger dekoriert: Nach der Unerträglichkeit seines „Gesangs“? Denn ich meine: Diese Frau könnte bei „Supertalent“ oder wie auch immer diese Shows heißen vor Dieter Bohlen und dem lauthals grölenden Publikum als super Lachnummer herhalten- inklusive der reichhaltigen Kommentare- aber die meint es ja ernst- und irgend jemand- ich nenne es einmal die GIS-Zwangsgebühren-Mafia- fördert solche Superuntalente!

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Der Nationalfeiertag

Resident Piefke wollte auch den österreichischen Nationalfeiertag begehen. Aber dann fiel Resident Piefke auf, dass er ja gar nicht zur Nation gehört und damit auch keinen Nationalfeiertag begehen kann. Resident Piefke fragt sich: Wie ist das eigentlich im Vielvölkerstaat Österreich: Feiern die Bewohner des Ösi-Landes, die anderen Nationen angehören und vermehrt anderen Göttern als dem österreichischen huldigen, den österreichischen Nationalfeiertag? Und wenn ja, warum?

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Kurz: Jetzt oder nie?

Nun, die wenigen Protestwähler fragen sich, ob Herr Sebastian Kurz auch wirklich sein Wahlplakat-Statement erfüllen wird und, falls er nicht zum Bundeskanzler gewählt wird, auch nie wieder zur Wahl antreten wird? Denn er meint doch: „Jetzt. Oder nie!“ Das hofft man doch! Leider ist zu befürchten, dass die Taktik der ÖVP, Sebastian Kurz ein paar Jahre zuvor aus dem Nichts auszugraben- als eine infantile Frauenhirne und Frauenherzen erobernde Alternative zu Strache- voll aufgehen wird. Immerhin ist Kurz heute dort, wo Strache vor Jahren war: Auf dem Höhepunkt seiner physischen Attraktivität und damit konkurrenzlos und siegessicher. Um Inhalte geht es bei dem jungen Herren, den jede alte Wählerin gern zum Sohn oder Schwiegersohn und jede junge Wählerin zum strahlenden Ehemann hätte, eher nicht. Mit Besorgnis stellt man fest, dass sogar überzeugte, gar fanatische FPÖ-Anhängerinnen sich bereits vor Monaten für Kurz und damit die ÖVP entschieden haben! Ob SPÖ oder Konservative: Alle hormonübertränkten Frauen wollen Kurz! Das Wahlergebnis wird einen angesichts dieser Versteifung auf rein physische Merkmale und die sympathische Stimme des Jünglings, der ständig kurz vor dem Stimmbruch zu stehen scheint, wenig überraschen.

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Wenn „Tschuschen“ über „Tschuschen“ schimpfen

Letztens bewundere ich zwei Wiener Plattenbau-Luxusghetto-Gören, die, wie alle pubertierenden und heranwachsenden Unterschichtler, nur Eiersalat im Kopf haben und jeden, der ihnen über den Weg läuft, irgendwie blöd anmachen. Auf eine sehr ekelhafte und vulgäre Weise natürlich. Aber das kennt man ja von allen Kakerlaken der geistigen Unterschichten. Die beiden Gören scheinen gar nicht betrunken zu sein, aber was sie reden, lässt nur Gutes über die Zukunft Wiens denken- denn diese Hohlköpfe sind ja „unsere Zukunft“. Sie fangen auf einmal an, aggressiv lachend die schrecklichsten Dinge über „Zigeuner“ zusammenzutragen- auch der Zigeuneraufstrich bleibt nicht von ihren idiotischen Kommentaren verschont. Was die „Zigeuner“ so alles tun und was für Asis sie seien, sei ja echt der Wahnsinn. Ich bewundere diese Gören, denn sie haben selbst einen ziemlich „tschuschisch“ angehauchten Akzent, obwohl ich annehme, dass sie keine Einwanderer sind. Das ist das wirklich Faszinierende an solchen Primitivos- wenn sie glauben, etwas Besseres als jemand anders zu sein. Irgendwann bleibt bei so einer Argumentation keine Minderheit mehr, die man erniedrigen könnte: Die Häßlichen erniedrigen die Dicken, die Dicken erniedrigen die Ausländer, die „Tschuschen“-Gören schimpfen über die „Zigeuner“ und alle Welt hat irgendeine Randgruppe, über die sie so richtig herziehen kann. Es scheint bei Unterschichten, deren Zukunft beim AMS-Stempeln und Kinderkriegen liegt, eine Notwendigkeit zu sein, andere fertigzumachen- verbal und körperlich. Wahrscheinlich kriegen die „Edel-Tschuschen“ (weil sie sich für edler halten, falls wer keinen Wortwitz versteht) selbst dauernd irgendwelche Sachen an den Kopf und da tut es doch gut, einmal eine Runde über die „Zigeuner“ zu schimpfen.

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Wiesn‘-Extranjeros

In Wien ist mir letztens aufgefallen, dass unglaublich viele Kärntner die Wiener Wiesn‘ besuchen. Und sie haben richtig Spaß dort- sie reisen extra aus dem Land der Kasnudeln an, um in einer Stadt, die für alles außer Wiesn‘ bekannt ist, auf ein Fest zu gehen, das sie zu Hause vor der Haustür haben. Warum nur kehren so viele Kärntner ihrem Hamatle den Rücken und gehen Fremd-Wiesn‘ in Wien? Wo Kärnten doch den weltberühmten Bleiburger Wiesenmarkt hat, der jedes Feuerwehrfest und jeden Kirchtag in den Schatten stellt! Ich glaube, dass diese Kärntner ihr xenophobes Hamatle gar nicht so lieben, wie sie immer tun- sonst würden sie nicht in ein Wiener Wiesn‘-Zelt gehen, in dem eine Kärntner Band Schlager zum Besten gibt! Ich glaube, dass diese modernen Kärntner wie wir alle eine nicht erfüllbare Sehnsucht nach einer Heimat haben, die so, wie es auf der Hollywood-Wiesn‘ zur Schau gestellt wird, niemals war: Ja, wenn sie ganz ehrlich zu sich sind, pfeifen sie wohl auf die Traktorenschau auf dem Bleiburger Wiesenmarkt, die Standln von Baumärkten und von Schweinezüchtern und auch die Bauernkrapfen kann und will wohl keiner mehr sehen. Es scheint fast so, als wären auch alle guten Kärntner Musiker schon lange nach Wien ausgewandert und in Kärnten bleibt nur letzte Wahl- die, die es versäumt haben, nach Wien zu gehen! Fernab der so ersehnten Heimat, die voll von vorurteilsbehafteten Hinterwäldlern ist- wie eine jede andere Heimat auch- merkt auch keiner der heiß geliebten aber nicht sehr vermissten Verwandtschaft, dass man am Sonntag nach dem Wiesn‘-Besuch nicht in die Kirche geht, um die Sonntagsmesse im echten Kärntner Trachtengewand zu zelebrieren, sondern sündigt und bis zwölf Uhr Mittags seinen Rausch ausschläft und dann weitersaufen geht, um den Pegel zu halten. Ein interessantes Phänomen diese Wiesn‘-Extranjeros in Wien. Außerhalb von Kärnten ist Kärnten scheinbar besser- die Musik der Kärntner „Elchos“ viel heimatlicher, als in der Heimat, und das gute Villacher schmeckt in einem Ottakringer-Bierglas auch viel besser!

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s‘ Gänsehäufel

Neulich bewunderte ich aus naher Ferne das Gänsehäufel. Und nicht zum ersten Mal sagte ich meinem Begleiter, das es sicher schön wäre, es aus der Nähe zu erkunden. Aber U-Bahn, Straßenbahn und Bus zu nehmen, um dort hin zu kommen? Lohnt nicht. Da kann das Gänsehäufel noch so schön sein- lieber bewundere ich es von einer der Donaubrücken aus der Ferne und bewundere das Bier in einem Uferlokal im 22. Bezirk aus der Nähe. Und ich weiß: Wenn wir das nächste Mal wieder in Wien sind und auf einer der Brücken stehen, werden wir wieder sagen, wie schön es wäre, das Gänsehäufel einmal zu besuchen. Und wieder wird es ein ferner Traum bleiben- ein Sehnsuchtsort, dessen Besuch ertränkt wird in erfrischendem Bier in einem Wiener Wirtshaus- solange es noch Wiener Wirtshäuser gibt und nicht alles in Kebap und Sushi umgestylt ist. Ein berühmter Darsteller des Wiener Rotlichts, namentlich Alfred Kreuzer, hat in einer Sendung bei ATV einst gesagt, er sei sehr ausgebucht und habe keine Zeit- dabei würde er so gern einmal das Gänsehäufel besuchen. Ich glaube ihm nicht. Warum sollte jemand, der wohl überall hin kann, an einen Ort hin wollen, der „Gänsehäufel“ heißt? Ich zumindest würde die Cote d’Azur einem Gänsehäufel vorziehen. Immer wieder faszinierend, wie die Österreicher und die Wiener im Besonderen abstoßende Dinge im Dialekt so umformen, dass sie anziehend klingen. Niemand würde in Deutschland in ein Strandbad gehen, das „Gänsehaufen“ heißt. Da stellt man sich doch lauter Gras mit Kot von Gänsen vor- wer will denn da baden und sonnenbaden gehen? Ganz anders im „Gänsehäufel“. Das Häufel macht es zu etwas Besonderem- ja, es ist sogar so besonders, dass eine Größe des Wiener Rotlichts bedauert, niemals dort gewesen zu sein!

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