„Schappen“ bis der Kragen platzt

Vor den Hausierern kann man nicht entfliehen- besonders nicht am Kärntner Land, wo der „Tag der unschuldigen Kinder“ damit verbracht wird, dass Bangerten an deine Haustür klingeln, mit so etwas wie einer Rute in der Hand, und dich Mal „schappen“ wollen- dir auf den Hintern hauen, damit du ihnen Geld und Süßigkeiten in ihren Bettelbeutel tust. Wie bei allen solchen überflüssigen Zeremonien geht es wohl um Kohle sowie Geschenke für die Bälger und weniger um Gesundheit und Glück für den „Geschappten“. In Erwartung anderen Besuchs habe ich schon dem zwanzigsten Bangert die Türe geöffnet, um es wegzuschicken, denn es hat sich scheinbar noch nicht im Dorf herumgesprochen, dass bei uns ausgesprochene Kinderhasser verweilen, die keine Kinder wollen und die an so etwas wie unschuldige Kinder auch nicht glauben! Besonders gern habe ich es, wenn bösartige Bangerten als unschuldige Kinder bezeichnet werden- gewalttätige, psychedelische, verzogene Bälger, die uns allen das Leben zur Hölle machen, so dass wir jeden Tag die Wiederankunft des Herodes erflehen!

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Ganslgeschichten 3

Wieder einmal in einem Wiener Wirtshaus: Jemand bestellt Gansl (es ist ein Wahnsinn, wie viele unglückliche Gansln wegen irgend einem Traditions-Schmäh qualvoll gemästet werden, gerupft werden und sterben müssen). Ich bin schon etwas irritiert, weil in dem vollen Wirtshaus ein paar offensichtliche Bekenner des muslimischen Glaubens sitzen, die weder an dem Lokal, noch an seinem hausgemachten Bier oder seinen Speisen interessiert sind und Leuten Plätze wegnehmen, die händeringend nach welchen betteln. Die Herren trinken- welch Schreck- Cola und essen irgendwas mit Reis, genauso wie einige Touristengruppen. Cola und S* mit Reis- deswegen geht man in ein Wiener Wirtshaus? Na ja. Vielleicht ist aber das Wirtshaus auch nicht mehr das, was es einmal sein sollte, denn zu dem Gansl werden statt Kartoffelknödeln Semmelknödel serviert und die Leute sind nicht zufrieden. Allerdings- keine Beanstandung beim Personal. Dabei ist das Motschkern in Österreich doch Tradition? Es ist traurig, wenn Fusionsküche aus Wien irgend so eine Massentourismus-Stadt der Beliebigkeit macht, in der wohl nur mehr die Manner-Schnitten alle wunschlos glücklich machen.

P.S. Ich habe in der ganzen Gansl-Zeit noch keinen gesehen, der begeistert dieses arme Tier verspeist hätte und alle sagen, früher sei alles besser gewesen. Kann das aber sein oder sind das vielleicht verfälschte Erinnerungen?

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Ganslgeschichten 2

Letztens gehen wir in ein weit über die Stadt- und Landesgrenzen hinaus bekanntes Wiener Restaurant. Wir haben Glück, einen Platz zu bekommen, denn das Lokal ist immer gerammelt voll und ohne Reservierung geht da gar nichts. Darüber hinaus ist Martini-Gansl-Zeit und das macht alles nicht besser. Die Tische soweit zusammengeschoben, dass niemand durchkommt, doch das ist allen egal, denn scheinbar kommt das Essen direkt aus dem Himmel. Mein Begleiter will- was sonst- Martinigansl und ist ganz enttäuscht, denn das gibt es nur gegen Vorbestellung. Aha, denk ich mir- genauso gehört es- das wird sicher ein gutes Gansl sein, wenn man es vorbestellen muss. Er bestellt sich derweil etwas anderes, während ich keinen Appetit habe und bei mir dieses vollgestopfte Lokal voll von Familien mit Kindern und Reisegruppen Panik und Platzangst verursacht und nun wirklich kein Wohlgefühl. Neben uns setzen sich, nachdem mein Begleiter also sein Essen bekommen hat und ich meinen Ekel über die fressenden Menschenmassen mit einem Glas Bier versuche, herunterzukippen, zwei ältere Damen. Was ich dann daneben höre und rieche, klärt mich und meinen Begleiter auf. Sie haben ein Gansl reserviert. Bekommen tun sie ein stinkendes, wirklich schon nach ranzigem Fett überlriechendes Stück Gansl, das offensichtlich nicht zum ersten Mal wiederaufgewärmt wurde und alt ist. „Voller Sehnen und Stückerln“- sagt die eine Dame, die große ungenießbare Teile des „Schmauses“ aus ihrem Mund nimmt und auf den Teller legt. Das Rotkraut- „als wäre ein Topf voll Zimt da hereingefallen, das muss denen doch auffallen, die müssen das doch abgekostet haben!“- sagt die andere Dame. Sauce gibt es nur sehr sparsam (auch die stinkt) und als die Damen endlich einen Kellner erwischen, um zusätzlich Sauce zu bestellen, kommt die, als sie schon fertiggegessen haben. Ich habe wirklich noch nie so ein stinkendes Fleisch und Beilagen (ranzig, alt und voller Zimt) irgendwo neben mir gerochen, aber als der Kellner fragt, ob es geschmeckt habe, traut sich keine der Damen, eines der langen Monologe über das miese Essen zu führen, die sie vorher getätigt haben. „Nie wieder Gansl an Martini!“ sagt die eine Dame. „Du siehst ja, wie voll das ist, das ist unmöglich! Gansl gibt es doch den ganzen November lang! Ich geh nächste Wochn‘ in ein anderes Lokal.“ Na ja- ob es der Dame dort besser schmecken wird? Ich meine, was erwartet ihr- dass dieses Gansl, das Millionen Touristen mitfressen wollen, wirklich frisch ist? Ihr habt ja scheinbar sowohl Geschmacks- als auch Geruchssinn verloren und den gesunden Menschenverstand mit dazu!

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Ganslgeschichten 1

Meine Bekannten wollten Martini-Gansl essen. Ich persönlich habe das Gansl lieber a la Nils Holgersson als freundlichen Gefährten und nicht als namenloses Schlachtvieh, aber ich dachte mir: Wo, wenn nicht in Kärnten kann ich mit halbwegs gutem Gewissen die Freunde ein Gansl essen lassen? Immerhin, der Wirt war bekannt für seine gute Küche und ich war froh, dass er jetzt mehr in der Nähe ein Lokal führte, denn ich war von seinen Fertigkeiten überzeugt. Er ist ja auch von diversen Zeitschriften kulinarisch gelobt worden und so viele Leute können doch nicht irren? Nun ja. Das Gansl war verdächtigerweise in ein paar Minuten fertig. Wir wunderten uns Tage vorher, dass man für den angeblichen Gansl-Schmaus gar keinen Platz reservieren musste- was normalerweise üblich ist, denn so eine Gans zuzubereiten kostet Arbeit, Zeit und Geld und die Gans ist nicht in fünf Minuten ausgebraten wie ein Schnitzel. Ich hatte einige Zeit zuvor zufällig beim Billa ein fast fix und fertiges Gansl for everybody von Wiesbauer gesehen und noch darüber gewitzelt. Mir kam nun im Wirtshaus der Verdacht, dass genau dieses Gansl im Ofen des Wirten war. Die Schamesröte kam mir ins Gesicht, denn ich hatte glückliche Kärtner Gansln beim Bauern meines Vertrauens gesehen- das sieht man immer daran, dass sie einen Riesen-Auslauf haben und ein blitzsauberes Gefieder- das sind wirklich zufriedene Gansln gewesen, aber leider kommen die wohl auf ganz andere Teller. Dieser Gansl-Schmaus war ein Express-Gansl-Graus und eine wiederaufgewärmte Frechheit. Ich weiß nicht, was mit dem Wirten passiert war, dass er jetzt wirklich ohne Genierer Fabrik-Gansln aus dem Supermarkt den Leuten vorsetzt, aber meine Freunde schauten mich, nachdem sie den Mist, für den die armen Gänse umsonst  getötet worden waren, mehrmals zurückgeschickt hatten, an, als hätte ich sie belogen- aber woher hätte ich denn das wissen sollen? Wenn der Wirt schummelt- ist das denn meine Schuld? Das nächste Mal nehme ich meine Freunde zum „Gansl-Schmaus“ ins nächste McDonalds mit!

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Radio Wien? Nein, Danke!

Ich werde oft gefragt, warum ich ausgerechnet „Radio Wien“ nicht ausstehen kann. Na ja. Da gibt es einige Gründe. Zum Beispiel die immergleiche Playlist, die die arbeitsscheuen und phantasielosen Moderatoren abspielen lassen- und zwar jeden Tag. Ich kenne wirklich keinen vergleichbaren Sender, der so penetrant Queen, Abba und ausgelatschte „Hits“ abspielt, die keiner mehr hören kann. Dazwischen immer der Aufhänger „Radio Wien“, damit auch alle Idioten wissen, dass es sich bei der schlechtesten Musik aller Zeiten um einen Sender handelt, der aus irgend einem Grund- obwohl seit Jahren dort die gleiche Playlist rennt- „Moderatoren“ beschäftigt, die vom Gebührenzahler bezahlt werden. Ich frage mich wirklich, wozu diese Playlist-Zombies dort am Pult sitzen?

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Österreichs bekanntester Arzt

Überall, wo man gar nicht wirklich hinschauen will, prangt die Erscheinung seiner Heiligkeit: Ob in Zeitschriften oder TV-Sendungen: Universitätsprofessor Doktor Siegfried Meryn scheint nicht nur „Österreichs bekanntester Arzt“ zu sein, sondern auch Österreichs einziger Arzt, denn warum ist er eigentlich immer im vom Gebührenzahler finanzierten Fernsehen zu sehen und in vom Steuerzahler finanzierten Zeitschriften? Das kommt einem schon leicht eigenartig vor, aber man kennt es ja: Es sind immer die mächtigen und kulanten Familien, aus denen dann gar nicht durch Wunderwerk, sondern durch uralte Connections, die Experten und Professoren erwachsen. Übrigens: Operiert ein Herr Professor oder Primar besser als ein „normaler“ Arzt? Haben die, die von üblichen Ärzten behandelt werden, einfach Pech?

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Sticker-Manie

Liebe Freunde, bitte helft mir! Ich habe nur einen halben Oskar und den Hintern von einem Przewalski-Pferd! Wer hat die fehlenden Teile? Ich werde wahnsinnig- zwei unvollständige Sticker!

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A1 will Geld für Kundenservice: Dreistigkeit siegt!

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War das früher nicht so, dass der Reparaturservice eines Kommunikationsdienstleisters kostenlos war? Immerhin besteht ja ein Vertrag zwischen dem Kunden und dem Dienstleister und der muss gewährleisten, dass der Kunde das bekommt, wofür er monatlich eine geschmalzene Gebühr bezahlt, die inflationshalber immer weiter und weiter steigt, ohne dass das Angebot besser wird! A1 hat sich wohl gedacht, dass man dumme Kunden jetzt für den normal kostenlosen Kundenservice einfach zahlen lassen soll- warum nicht von der Dummheit von Leuten profitieren, die davon überzeugt werden sollen, dass sie noch nicht genug zahlen?! Gewährleistung war gestern- Kunden aussaugen ist heute angesagt!

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Eier vom Wanderhuhn

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Mit dem Wandern verbindet der Mensch offenbar etwas Positives. Wie sonst ließe sich die angebliche Beliebtheit der „Wanderhure“ erklären? Ist eine „Wanderhure“ besser, als eine Hure? Ist sie moralischer? Ist sie am Ende gar keine Hure? Der „Wanderfalke“ ist uns irgendwie auch sympathischer als ein „normaler“ Falke, denn mit dem Wanderfalken verbinden wir einen, der sich einem höheren Ziel verpflichtet fühlt. Ich zumindest habe aber ganz speziell etwas gegen den „Huren-Wanderfalken“, nachdem er immer wieder zu uns zurückkommt, um saftige Singvögel zu jagen und dann unter aller Augen genüßlich zu zerfleischen. Was ist jetzt mit dem „Wanderhuhn“? Ist das ein Huhn, das auf Wanderschaft geht? Und wenn es auf Wanderschaft geht- wie bekommen wir dann seine Eier in die Hände und die gut gefüllten Supermarktregale? Immerhin- von den ganzen Wanderern- Durchwanderer inklusive- ist mir das „Wanderhuhn“ noch das sympathischste. Es wird viel Mühe in seine Semi-Wanderung investiert, auch wenn es eher der mobile Stall ist, der wandert, und nicht das Huhn.

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„Professor“ oder doch nur verbeamteter „Brotfresser“?

Als Resident Piefke hat man es in Österreich nicht leicht. Da ist zum Beispiel die österreichische Titelsucht und die Besessenheit von willkürlichen Würden-Bezeichnungen, die nichts mit dem Bildungsweg der Person zu tun haben. Der Herr oder die Frau Professor ist dafür bezeichnend. Wer alles in Österreich ein Professor sein will, ist schon bedenklich genug- sieht man ja in diversen Zeitschriften und Fernsehsendungen. Wer alles ein Professor sein kann, ist zumindest genauso besorgniserregend: Grund- und Hauptschullehrer und Lehrer im Allgemeinen. Während „Professor“ in Deutschland eine Bezeichnung für einen lehrenden Beschäftigten an einer Universität ist, der sich meist jahrelang dafür habilitiert hat, ist Österreich ein Schlaraffenland für alle, die nix Besonderes sind und nix der Bezeichnung Entsprechendes leisten, aber etwas sein wollen:

https://kurier.at/leben/ist-jeder-lehrer-ein-professor-junge-gruene-wollen-titel-fuer-alle-abschaffen/253.266.698

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